Kontenpfändung

Nach Eingang des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses darf das Kreditinstitut innerhalb von 14 Tagen weder an den Gläubiger noch an den Kontoinhaber (zunächst) Geld auszahlen bzw. überweisen. Für diese Zeit ist das Konto gesperrt; es werden auch keine Überweisungen z.B. für Energieversorgung, Miete, Strom etc. ausgeführt.

Diese 14 Tage sollen Gelegenheit geben, um unverzüglich zu handeln!

Sollte sich auf dem betroffenen Konto ein Guthaben befinden, kann sofort beim Vollstreckungsgericht am Wohnort beantragt werden, die Pfändung insoweit aufzuheben, als das Guthaben nicht der Pfändung unterworfen ist. Dies ist in Höhe des Betrages der Fall, der für den Lebensunterhalt notwendig ist. Der genaue Betrag ist der Pfändungstabelle zu entnehmen. Das Vollstreckungsgericht ist bei der Antragstellung behilflich.

Wurde beim Arbeitgeber bereits der Lohn gepfändet und nur noch der Rest überwiesen, dann kann die Freigabe des Restlohns beantragt werden.

Wichtig: Besteht ein Gemeinschaftskonto, z. B. mit dem Ehepartner, so ist das Guthaben des Partners nicht geschützt und kann gepfändet werden. Es ist daher sinnvoll, umgehend ein Einzelkonto, unter Umständen sogar bei einem anderen Kreditinstitut, einzurichten.

– Kontopfändung von Sozialleistungen:
siehe Pfändbare Sozialleistungen

Wichtig: Für eingehende Pfändungs- und Überweisungsbeschlüsse belasten Banken/Sparkassen häufig das Konto mit Gebühren in Höhe von € 15,00 bis € 50,00. Ob dies rechtlich in Ordnung ist, ist rechtsanhängig.

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